zentor in 5 Minuten - denn wir haben ja keine Zeit

Es muss wohl an uns liegen. Wir tun uns schwer mit dem 30 Sekunden "Elevator Pitch". Aber in fünf Minuten bekommen wir zentor erklärt. Versprochen!

Wissen Sie was ein "Accelerator" im Startup Umfeld ist? Bis vor kurzem wusste ich es auch nicht. Hier ist weder das Gaspedal gemeint noch der Teilchenbeschleuniger. Wobei beide gar nicht so weit davon entfernt sind.

Ein Accelerator ist ein besonderes Programm, dass von einem Institut oder Unternehmen geleitet wird, um StartUps zu "beschleunigen". Das heißt Inhalte vermitteln, Ansprechpartner vernetzen und dabei helfen, das Angebot des StartUp noch weiter zu schärfen, um es schneller erfolgreich zu machen. zentor war als eins von zehn Unternehmen bis vor Kurzem im W1 Forward Accelerator Programms des Insurtech Hub Münchens. Neben einem super Netzwerk zur Versicherungsindustrie haben wir dabei viel guten Input zu unserem "Pitch", also unserer Kurzpräsentation bekommen. Am DemoDay durfte ich diese dann vor geladenen Gästen halten — und sie wurde dankenswerterweise aufgezeichnet.

Was uns antreibt und was wir mit zentor noch erreichen wollen? Dieser Clip fasst es auf fünf Minuten gut zusammen — mit einer schönen Intro von Tina, die mit Ihrem Unternehmen Mentessa übrigens das Thema Mentoring revolutioniert. Film ab!


Ein wissenschaftlich fundiertes und praxis-relevantes Modell für das Streben nach Glück

Wie bringt man verschiedenste Ansätze zu Glück in einem Modell unter? Wir glauben: so. In diesem Video erläutern wir unser zentor Modell für das Streben nach Glück.

Wir tun uns schwer mit dem Begriff "Glück" im Deutschen.
Schließlich unterscheidet er nicht zwischen dem englischen Happiness (also Glück im Sinne von Freude, Erfüllung, etc.) und Luck (also Glück im Sinne von Zufall). Irgendwie fühlt es sich für viele von uns so an, dass man Glück nicht "verdienen" kann, gerade in einer auf Leistung getrimmten Gesellschaft. Daher verwechseln wir häufig ein Streben nach Glück — ein schwieriges und hart verdientes Unterfangen — mit einem zufälligen Lottogewinn oder einer "faulen" hedonistischen Lustmaximierung.

Aber letztlich suchen wir zumindest insgeheim doch fast alle genau danach: Nach Reduzierung negativer Gefühle, und nach Freude, Erfüllung bzw. Zufriedenheit im Leben. Leider gibt es keinen einfachen Weg und auch keine allgemeingültige Lösung für so ein Streben nach Glück — im Gegenteil, die Suche ist schwierig, erfordert viel Einsatz und sehr individuell. Aber man kann versuchen, sich dem Thema auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und praxis-relevanter Ansätze nähern.

Unser Herangehen dafür haben wir Ihnen in dem folgenden Video zusammengefasst:

https://www.youtube.com/watch?v=POADuxzpbmU

Hat Ihnen unser Video gefallen oder war vielleicht sogar eine Inspiration für Sie dabei? Wenn Sie das Thema interessiert, und Sie sich gern mit Glück oder Erfüllung beschäftigen, finden Sie auf www.zentor.de übrigens Inspiration und spannende Projekte rund um das Thema. Falls noch nicht geschehen, melden Sie sich also gern bei uns kostenlos an, um auf dem Laufenden zu Bleiben oder das Modell näher kennen zu lernen.

Unser Ziel ist es, möglichst vielen Menschen einen digitalen Mentor für das Streben nach Glück auf unserer Purpose Plattform zur Seite zu stellen.


Über Sinn & Sein

Die Suche nach dem Sinn oder „Purpose“ im Leben scheint immer mehr von uns zu bewegen. Doch wonach suchen wir eigentlich genau?

Ein wachsendes Bedürfnis

Es mag ein Zeichen sein von Wohlstand, Social Media Memes oder der Generation Y — doch ich glaube, dass die Suche nach „Purpose“ mehr als das ist: ein allgemeiner Zeitgeist und wachsendes Bedürfnis in unserer Gesellschaft. 
Wir leben in einer Gesellschaft die eigentlich alles hat und umso mehr vermisst. Wir leben in einer Zeit, die immer mehr Menschen immer mehr ermöglicht, die sich immer schwerer tun etwas Neues zu starten. Unsere steigende Lebenserwartung erlaubt mehrere Lebensentwürfe, aber Lebensübergänge werden immer schwieriger.  Wir haben die Auswahl und das überfordert uns.  Fügt man nun noch globale Verunsicherung hinzu, drängt sich die Frage nach dem Kern oder dem „Warum“ immer häufiger auf.

Die Suche

Wir sind auf der Suche. Auf der Suche nach Glück, nach Erfüllung, nach Sinn. Doch Glück ist flüchtig, Erfüllung entsteht aus dem Kontext und Sinn ist individuell. Die Suche nach Sinn beschäftigt uns, aber die Beschäftigung mit der Suche macht wenig Sinn, wenn wir nicht wissen wonach wir wirklich suchen. 
Das geht natürlich nicht erst uns so. Spätestens seit Aristoteles stellen sich Philosophen und Psychologen die Frage nach einem erfüllenden und glücklichen Leben. Doch scheint die Frage in den letzten Jahrzehnten auch immer mehr Wissenschaftler anderer Zweige zu beschäftigen, sei es in der Neurologie, Ökonomie oder Kulturwissenschaften.

Wir beschäftigen uns mit Sinn oder „Purpose“, weil er eine wesentliche Grundlage für ein erfülltes Leben ist. Bei zentor verstehen wir Sinn sogar als den wichtigsten Baustein für das Streben nach Glück — neben den anderen Quellen Engagement und Wertschätzung von Mitmenschen.

Ein Verständnis

Der Duden listet zu Sinn ein „Gefühl, Verständnis für etwas; innere Beziehung zu etwas“ oder „Ziel und Zweck, Wert, der einer Sache innewohnt“. Ähnlich das Oxford Dictionary zu Purpose „The reason for which something is done or created or for which something exists“. Für die praktische Suche nach Sinn, eine eher unbrauchbare Definition.

Aristoteles nahm an, dass eines Menschen „ergon“ (dessen spezifische Funktion oder essentielle Aufgabe) die vernunftgemäße Betätigung der Seele ist, und dass das Vervollkommnen dieser letztlich zu Glück führt. Sehr salopp gesagt bedeutet das also, die eigenen Stärken sinnvoll einzusetzen. Das passt spannenderweise zu aktuellen Ansätzen der positiven Psychologie, in der ein Martin Seligman in etwas sagt, das man Erfüllung findet, in dem man seine Signatur-Stärken für ein Ziel einsetzt, das größer ist als man selbst — was wiederum zu Maslow’s höchster Stufe der Bedürfnispyramide ähnelt, der Transzendenz.

Aus diesen Überlegungen ergibt sich auch unsere Arbeitsdefinition für Sinn oder Purpose:

Sinn entsteht, wenn mein bestes Ich sich für etwas größeres Ganzes einsetzt. 

zentor Arbeitsdefinition von Sinn

Mein bestes Ich beschreibt dabei meine Werte, Stärken und das was meinen Charakter im besten Fall ausmacht; etwas größeres Ganzes beschreibt ein höheres Ziel, eine tiefere Bedeutung oder bezieht sich allgemein auf die Gesellschaft bzw. Menschheit als Ganzes. Diese Arbeitsdefinition bildet auch die Grundlage für praxisbezogenen Ansätze, mit denen wir unseren Kunden auf zentor versuchen zu inspirieren: Durch spezielle Techniken das eigene Ich besser zu verstehen und den Beitrag für ein größeres Ganzes zu identifizieren.

Das Sein

Die Identifikation mit einer Sache die größer ist als wir selbst, gibt unserer Existenz eine Berechtigung, und eine Bedeutung in einem großen Ganzen. Psychoanalytiker würden hier vermutlich auch mit der Angst vor der eigenen Vergänglichkeit argumentieren. Purpose bzw. Sinn spielt auf der Ebene des Verstandes, im Vergleich dazu spielt Engagement auf der Ebene der Motivation und die Wertschätzung von Mitmenschen auf einer emotionalen Ebene unserer Bedürfnisse. Alle drei zusammen sind die wesentlichen Quellen für das Streben nach Glück.

Auch wenn der Sinn auf den Verstand abzielt und wir hiermit eine hoffentlich brauchbare Arbeitsdefinition liefern, scheint sich Sinn paradoxerweise häufig einem logisch-analytischem Ansatz zu entziehen. Je mehr wir uns anstrengen, Sinn direkt zu sehen umso schwieriger lässt er sich greifen. Wir brauchen Tricks & Kniffe die uns über Umwege zu unserem Ich führen und manchmal tieferen Sinn erkennen lassen. Vielleicht erklärt das auch Aristoteles Zitat “Vergeblich klopft, wer ohne Wein ist, an der Musen Pforte” oder warum neuere Studien mit Pilzen (psilocybin) helfen können Menschen Bedeutung* zu finden.

*z.B. Griffiths, R. R., Richards, W. A., McCann, U., & Jesse, R. (2006). Psilocybin can occasion mystical-type experiences having substantial and sustained personal meaning and spiritual significance. Psychopharmacology, 187(3), 268–283.

Photo credit: Mikito Tateisi on Unsplash

5 Schritte für die Sache mit dem Glück

Stairway to heaven? vielleicht nicht ganz. Aber man kann ja mal schrittweise darüber nachdenken, was noch besser laufen könnte und wie das mit Glück oder “Erfüllung” im Leben zusammenhängt. Für Menschen die offen sind für Neues, auf der Suche nach dem nächsten “Ding” oder auch nur neugierig, was es sonst noch alles da draußen gibt.

A bissl wos geht oiwei

Irgendwie ist es doch verhext: Egal wie gut es mir geht, irgendwie bin ich immer überzeugt davon, dass es doch noch besser gehen könnte. Ich hoffe es geht Ihnen nicht so.
Leider ist unser Gehirn evolutionär darauf getrimmt, dass wir uns vergleichen — und zwar meist mit denen, bei denen alles rosig aussieht (danke Werbung, danke Social Media!). Klar kennen wir Photoshop und Fake News, wissen, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen und dass das Gras auf der anderen Seite nur grüner erscheint. Aber das schützt uns nicht davor, dass wir uns gelegentlich über das Missgeschick in der scheinbar perfekten Welt Anderer freuen — und uns anschließend über unsere Schadenfreude schämen... ein bisschen zumindest.

Photo von Forest Simon auf Unsplash

Damit wir uns nicht missverstehen: Ich hatte das Glück in einem ‘privilegierten Umfeld’ aufzuwachsen (sprich Mittelstand in Süddeutschland), habe eine wunderbare Familie, bin gesund, realisiere mir gerade einen beruflichen Traum und genieße das Leben — oder wie wir in Bayern sagen: Mia geht’s sauguad! Aber irgendwo gibt es trotzdem eine kleine nervige Stimme, die mir einreden will, dass es vielleicht noch besser ginge.

Gute Besserung

Und wenn ich mich in meinem Umfeld umhöre, scheinen viele diese kleine Stimme zu kennen — insbesondere in “Übergangsphasen”, die entweder von außen (neuer Job, Ort, Partner, Kinder, Ruhestand, etc.) oder durch uns selbst ausgelöst werden.
Erstaunlicherweise gibt es eine Reihe von richtig guten Ansätzen, die den Meisten von uns ein noch erfüllenderes Leben ermöglichen könnten — wenn Sie denn erklärt oder praktiziert würden, was leider selten passiert. Der Schlüssel dazu sind wissenschaftliche Erkenntnisse aus der positiven Psychologie und Nachbardisziplinen rund um das Thema Glück und erfüllendes Leben. Nachdem ich in einem anderen Artikel schon über das theoretische Fundament der Ansätze geschrieben habe, geht es in diesem Artikel um die Praxis.


Praktisch gesehen

Wie für die Theorie (siehe den erwähnten Artikel) gibt es auch für die Praxis viele verschiedene Modelle, die darauf abzielen zu einem erfüllenderen Leben zu führen oder Lebensqualität zu erhöhen. Einige befassen sich mit der Identität einer Person (angelehnt an Persönlichkeitskonstrukte wie die Big 5), andere mit den Stärken (z.B. signature strengthsstrengths finder) und wieder andere mit Prozessschritten (z.B. Designing your Life). Ohne diese Ansätze werten zu wollen, fehlt mir in jedem mindestens ein wesentlicher Aspekt, daher versuche ich mich hier an einem kombinierten Ansatz für die Praxis. Dieser basiert auf fünf Schritten und muss natürlich eine griffige Abkürzung haben, sonst zählt er ja nicht als echter Ansatz:

zentors REFINE Ansatz
  • Rekapitulieren: Innehalten und darüber nachdenken, was uns glücklich macht, was unsere Stärken & Werte sind, woraus wir Motivation beziehen.
  • Explorieren: Erkunden, wie Andere ihr Glück oder ihre Lebensfreude gefunden haben und was die Forschung zu dem Thema zu sagen hat.
  • Finden & Testen: Ideen entwickeln und ausprobieren — für tieferen Sinn, die eigene Motivation und die Rückbestätigung von Anderen.
  • Integrieren: Die vielversprechendste Idee in unseren Alltag integrieren.
  • Engagieren: Andere inspirieren und einen Beitrag zur Gesellschaft leisten.

Je nach Lebenssituation und Gemütslage sind einzelne Schritte mehr oder weniger relevant — für die “großen” Fragen im Leben, macht es allerdings Sinn im Modell vorne anzufangen.


Wo anfangen?

Zu jedem dieser Schritte lassen sich Bücher füllen — etwas pragmatischer führen wir durch Theorie & Praxis bei unserer Purpose Plattform zentor. Hier finden Sie Inspiration, Gelegenheit Neues auszuprobieren und auf die jeweilige Persönlichkeit abgestimmte Empfehlungen.
Wie wäre es denn z.B. mit einem 400qm Hobbyraum und kompletter Ausrüstung zum Schreinern, Basteln, Schweißen für alle handwerklich Interessierte? Münchner Start-up Mentoring für die, die ihre Erfahrung gern teilen? Innovations-Ideen für Tüftler, die gern die Zukunft mitgestalten? Ein einfacher Einstieg ins Ehrenamt für Menschen, die sich gern für Andere engagieren?

In guter Gesellschaft

Wir verstehen zentor als eine Art Mentor für Menschen mit Anspruch, die offen sind für Neues, auf der Suche nach Ihrem nächsten “Ding” oder auch nur neugierig, was das Leben noch zu bieten hat. Unser Anspruch ist es, nicht nur jedem einzelnen Inspiration zu mehr Lebensfreude und Glück zu liefern, sondern auch einen Teil zu einer positiveren Gesellschaft beitragen. Denn je besser wir uns fühlen, umso offener und optimistischer sehen wir unser Umfeld — und das ist ansteckend. Und umso zufriedener wir in unserem Umfeld sind, umso weniger suchen wir den negativen Vergleich mit anderen.

Ihr Interesse geweckt? Ich freue mich über Ihre Kommentare und Anmerkungen oder Feedback.

Photo von Joshua Earle auf Unsplash