Wo das Glück wohnt

Werden die Deutschen immer glücklicher?

Pünktlich zum Mauerfall-Jubiläum kommt die gute Nachricht: Deutschland wird so zufrieden wie nie. Noch nie war die Lebenszufriedenheit der Deutschen so hoch wie 2019. (vgl. Post Glücksatlas 2019). Sie liegt aktuell bei 7,14 Punkten auf einer Skala von 0 bis 10. Das ostdeutsche Glücksniveau stieg auf das Allzeithoch von 7,0 Punkten, das ist der höchste Wert, der jemals seit dem Mauerfall vor 30 Jahren gemessen wurde. Der Unterschied zwischen Ost und West löst sich zunehmend auf.

Der diesjährige Anstieg ist auch deshalb bemerkenswert, als dass gefühlt negativ besetzte Themen wie Klimawandel, drohender Konjunkturrückgang, weltweite Krisenherde und der zunehmende Rassismus in Deutschland die beherrschenden Themen in den Medien sind. Umso schöner und erstaunlicher ist es doch, dass Menschen, wenn man sie gezielt fragt, wie zufrieden sie eigentlich mit ihren Lebens- und Arbeitsumständen sind, mehrheitlich antworten: wir sind zufrieden — auf einer Skala von 0 bis 10 bei einer überdurchschnittlichen 7.

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Schleswig-Holstein führt, wie in den vergangenen Jahren auch, die Rangliste der glücklichsten Deutschen an, gefolgt von einem aufstrebenden Hessen; das Schlusslicht bildet erneut Brandenburg. Und jetzt stellt sich die spannende Frage: was ist in Schleswig-Holstein anders und was können wir von der glücklichsten Region Deutschlands lernen? Die Menschen in Schleswig-Holstein schätzen ihre Wohn- und Freizeitsituation als überdurchschnittlich glücklich ein und sind — obwohl die Anzahl der über 65 jährigen über dem Bundesdurchschnitt liegt — sehr zufrieden mit ihrem Gesundheitszustand. Auffällig ist außerdem, dass mehr Menschen als im Bundesdurchschnitt in Familien oder festen Partnerschaften leben. Die Grundpfeiler für die Lebenszufriedenheit in Schleswig-Holstein sind gemeinsame (Freizeit) Erlebnisse, gute Gesundheit, Familie und soziale Beziehungen.

Überdurchschnittliches Einkommen macht nicht überdurchschnittlich glücklich

Hohes Pro-Kopf-Einkommen wie im wohlhabenden Baden-Württemberg ist indes kein Indikator für Lebenszufriedenheit. Auch wenn man intuitiv erwarten würde, dass Menschen mit höherem Einkommen auch glücklicher und zufriedener sind, findet sich aus wissenschaftlicher Sicht keine Bestätigung für einen solchen Zusammenhang (vgl. Easterlin et al. 2010). Durch empirische Studien unter dem Begriff "Happiness-Income-Paradox" fanden Forscher, dass eine Veränderung des Bruttosozialprodukts über die Zeit keine Veränderung der Lebenszufriedenheit der Menschen bedeutet, d.h. im Klartext, steigt der durchschnittliche Wohlstand eines Landes, erhöht sich also das Bruttosozialprodukt, führt das nicht zu einer Erhöhung der Lebenszufriedenheit der Menschen, zumindest wenn das Einkommen über einem bestimmten Schwellenwert liegt. In den USA liegt dieser Schwellenwert z.B. bei ca. 75.00 US Dollar, das entspräche gut 60.000 € Bruttohaushaltseinkommen jährlich. Habe ich mehr als den Schwellenwert zur Verfügung trägt eine Steigerung des Einkommens nicht zu mehr Glück und Zufriedenheit bei (vgl. Kahnemann & Deaton, 2010). Der Glaube, dass ich, wenn ich mir den teureren Urlaub, das bessere Auto oder die größere Wohnung leisten kann endlich glücklich und zufrieden bin, ist leider ein Irrglaube, und dennoch streben wir immer nach mehr.

Gesundheit, Familie und gemeinsame Erlebnisse machen glücklich

Mit ihrer Einschätzung, dass Erlebnisse, Gesundheit und soziale Beziehungen ausschlaggebend für das eigene Glück sind, sind die Schleswig-Holsteiner nicht allein, vielmehr bestätigen sie auf eindrucksvolle Weise Erkenntnisse der Glücksforschung. Eine Studie, die sich mit der Frage beschäftigt hat, was Menschen glücklicher macht — ein kürzlich Erlebnis oder ein materieller Kauf — kommt zu dem Schluss, dass uns Erlebnisse zufriedener machen (vgl. z.B. Van Boven & Gilovich, 2003). Auch Waldinger & Schulz (2010) berichten in einer Langzeitstudie, dass „[...] ein direkter Zusammenhang besteht zwischen Zeit, die mit Anderen verbracht wurde [...] und täglichem Glücksempfinden“. Sie können also mit gutem Gewissen die nächsten Konzertkarten oder Fußballtickets erstehen, wissenschaftlich gesehen tun Sie sich wahrscheinlich mehr Gutes, als das Geld in teure Klamotten oder das nächste Gadget zu investieren. Und vielleicht erleichtern diese Ergebnisse ja auch die Auswahl der anstehenden Weihnachtsgeschenke…

Auch der positive Einfluss von sozialen Bindungen auf die Gesundheit ist gut belegt. So berichten Waldinger et al. (2014), dass soziale Bindungen ein Schlüssel für Gesundheit und Wohlbefinden sind. Genau diese Kombination scheinen überdurchschnittlich viele Schleswig-Holsteiner bei sich vorzufinden. Wichtig ist hier die Unterscheidung zwischen sozialen Kontakten und sozialer Bindung, gemeint sind tragfähige, stabile Beziehungen — in der Partnerschaft, genauso wie in der Familie oder im Freundeskreis — und nicht die Anzahl an Facebook-Freunden und Fitnessstudio-Kontakten. Anders ausgedrückt, welcher Person in ihrem sozialen Umfeld würden Sie erzählen, wie es ihnen gerade wirklich geht? Angenommen, es ginge Ihnen nicht gut, wen würden Sie nachts um drei anrufen? Wahrscheinlich werden Ihnen — im Glücksfall — zwei oder drei Personen einfallen, mit denen Sie sich sehr wohl fühlen. Vielleicht ist es an der Zeit, diesen Personen zu sagen, wie wertvoll sie für Sie sind, und das nächste gemeinsame Event miteinander zu planen – wie wäre es beispielsweise mit einem Urlaub in Schleswig-Holstein ….?

Quellen:

  • Deutsche Post Glücksatlas 2019, Bonn
  • Easterlin, R. A., McVey, L. A., Switek, M., Sawangfa, O., & Zweig, J. S. (2010). The happiness-income paradox revisited. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 107(52), 22463–8.
  • Kahneman, D., & Deaton, A. (2010). High income improves evaluation of life but not emotional well-being. Proceedings of the National Academy of Sciences, 107(38), 16489–16493.
  • Van Boven, L., & Gilovich, T. (2003). To Do or to Have? That Is the Question. Journal of Personality and Social Psychology, 85(6), 1193–1202. http://doi.org/10.1037/0022-3514.85.6.1193
  • Waldinger, R. J., Cohen, S., Schulz, M. S., & Crowell, J. A. (2014). Security of Attachment to Spouses in Late Life. Clinical Psychological Science (Vol. 3).
  • Waldinger, R. J., & Schulz, M. S. (2010). What’s love got to do with it? Social functioning, perceived health, and daily happiness in married octogenarians. Psychology and Aging, 25(2), 422–431. https://doi.org/10.1037/a0019087; https://www.adultdevelopmentstudy.org/datacollection

Glücksschmiede

Jeder ist seines Glückes Schmied oder kann man Glück lernen?

Den Ausspruch "Jeder ist seines Glückes Schmied" kannte man schon bei den alten Römern. Im dritten Jahrhundert vor Christus taucht der Satz beim damaligen Konsul Appius Claudius Caecus auf. Noch heute prägt sie unsere Auffassung vom eigenen Glück, die da wäre: jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich. Laut der Redensart, dürfe sich der Mensch, um Erfüllung und Zufriedenheit zu erlangen, nicht auf den Zufall oder die Hilfe anderer verlassen. Mit Ausdauer und Mühe könne jeder sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und glücklich werden. Soweit so gut. Wäre da nicht das Leben. Was ist mit all den Schicksalsschlägen, den nicht gewonnenen Lottogewinnen und dem kleinen Wörtchen „wenn“?

Wenn ich den Porsche in der Garage stehe hätte, wenn mich meine Eltern auf eine bessere Schule geschickt hätten, wenn ich einen anderen Job hätte, wenn ich ein klein bisschen mutiger wäre, wenn ich nur 5 kg weniger hätte …. dann, ja dann wäre glücklich sein so einfach.

Wovon hängt unser Glück ab - Gene, Geld, Gedanken?

Wovon hängt unser Glück denn nun ab? Können wir es selbst in die Hand nehmen oder dominieren äußere Umstände oder sogar unsere Gene, ob und wie glücklich und erfüllt wir im Leben sein können? Diese Frage hat sich 2005 auch eine Forschergruppe um die bekannte Professorin Sonya Lyubomirsky aus Kalifornien gestellt und dabei drei Bereiche identifiziert, die für das eigenen Glückserleben und die Lebenszufriedenheit entscheidend sind:

  • die innere Einstellungen, Ziele, Haltungen,
    Denkmuster
  • die Lebensumstände (Geld, Lebensort, Gesundheit
    etc.)
  • die Gene

Was schätzen Sie, zu welchem Anteil Ihr Glück von diesen drei Faktoren abhängt? Die Antwort mag überraschend klingen: Die Hälfte unseres Glücks bestimmen laut der Studie unsere Gene.
Scheint Ihnen viel? Extrovertierte Menschen sind beispielsweise glücklicher als introvertiertere Personen, da sie typischerweise mehr soziale Kontakte haben, sich häufiger mit Freunden treffen und somit auch mehr Möglichkeiten haben, schöne Dinge zu erleben. Anders sieht es für emotional labilere Menschen aus. Sie sind in der Regel weniger glücklich, weil sie häufig anfälliger für Selbstzweifel und Ängste sind.
Die zweite Hälfte teilen sich die Lebensumstände und unsere innere Einstellung – und zwar im Verhältnis 1:4 sprich 10% machen die Lebensumstände aus und 40% unsere Einstellung. Ob ich einen Porsche oder einen klapprigen Fiat Punto fahre, ob ich verheiratet oder Single bin, sogar ob ich gesund oder im Rollstuhl sitze machen nur 10% meines persönlichen Glücksgefühls aus! Wer hätte das gedacht? Eine Studie amerikanischer Psychologen im Jahr 1978 ergab beispielsweise, dass Lottogewinner nach rund einem Jahr nicht glücklicher waren als Vergleichspersonen. Trotz eines positiven Ereignisses, das uns mit Hochgefühlen belohnte, kehren wir bald wieder zu unserem emotionalen Normalzustand zurück. Dieses Phänomen wird in der Psychologie hedonistische Habituation genannt.
Wonach sollen wir dann streben, wenn uns nicht mal der Lottogewinn dauerhaft glücklich macht? Und hier kommt die gute Nachricht: Oft klopft das Glück schon bei uns an die Tür und wir merken es gar nicht. 40 % des Glücksempfindens entsteht durch unsere innere Einstellung, also dadurch wie wir die Welt wahrnehmen und auf was wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Wenn wir unser Glück nur im Außen suchen, in der Gehaltserhöhung, in der Schönheits-OP oder im nächsten Urlaub, dann verpassen wir vielleicht die leisen Augenblicke des Glücks. Wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht – oder noch schlimmer, wissen gar nicht wonach wir suchen.

Wann haben Sie das letzte mal herzlich mit einem guten Freund gelacht? Wann haben Sie sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen und hatten einen Augenblick Zeit nur für sich allein? Wann waren Sie zuletzt dankbar für einen schönen Moment den Sie erleben durften? Was sind ihre kleinen Momente des Glücks?

Halte dein Glück fest

Leider lässt sich Glück nicht konservieren – es ist ein flüchtiger Zustand. Aber Glück lässt sich kultivieren. Ein Vorschlag: Schreiben Sie Ihre Glücksmomente zwei Wochen lang jeden Abend auf. Ertappen Sie sich selbst beim glücklich sein. Es könnte sein, dass dabei etwas sehr Schönes passiert: die Glücksmomente werden von Tag zu Tag mehr.

Unser Glück ist veränderbar. Jeder von uns kann sein Glück selbst in die Hand nehmen. Machen Sie mehr aus Ihren 40%! Wie? Finden Sie für sich heraus, was Sie zufrieden macht, was ihrem Leben Sinn gibt und probieren Sie das aus. Wir können unser Glück aktiv beeinflussen, aber jeder muss sein eigenes Glück finden oder um im Bild des Hufschmieds zu bleiben: jeder kann das heiße Eisen so schmieden, dass es für sein Leben und seine Persönlichkeit bestmöglich passt.

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Quellen:

  • Brickman, P., Coates, D., & Janoff-Bulman, R. (1978): „Lottery Winners and Accident Victims: Is Happiness Relative?“; Journal of Personality and Social Psychology 1978, Vol. 36, No. 8, 917-927
  • Diener, E., Lucas, R. E. (1999b). Personality and subjective well-being. In D. Kahnemann, E. Diener & N. Schwarz:Well-being: The foundations of hedonic psychology, 213-229
  • Lyubomirsky, S., Sheldon, K. M, & Schokade, D. (2005). Pursuing happiness: The architecture of sustainable change. Review of General Psychology, 9(2), 111-131.

Glücksgriffe

Symbole und Orte des Glücks — mit Tipps für München

Symbole für Glück und Unglück gibt es seit hunderten, manche sogar seit tausenden von Jahren. Kleeblätter, Kaminkehrer, schwarze Katzen von links, zerbrochene Spiegel…

Die Deutung der Symbole als Glück oder Unglück hat dabei oft nachvollziehbare Hintergründe. Im Falle des zerbrochenen Spiegels gibt es z.B. die Theorie, dass die Herstellung der Spiegel früher sehr aufwendig und teuer war, und ein Zerbrechen sehr sprichwörtlich sehr unglücklich war. Etwas mystischer klingt die Theorien, dass man im römischen Reich annahm, der Spiegel fange einen Teil der Seele ein, die beim Zerbrechen vernichtet wurde.

Neben Gegenständen gibt es auch viele Orte, die symbolisch dem Glück zugeordnet werden. Einige davon findet man natürlich auch in München, zentor’s „Heimatstadt“. Und all eingefleischter Münchner sollte man zumindest die wichtigsten kennen. Hier ein kurzer Überblick:

Magische Orte für Glück gibt es auf der ganzen Welt, entstanden durch Mythen, Geschichten mit wahrem Wurzeln oder durch Aberglauben. Ob man durch das Reiben an irgendwelchen Statuen seinem Glück tatsächlich näher kommt, scheint schwer nachvollziehbar.

Andererseits wirken Placebos auch — Zuckerpillen ohne medizinische Wirkstoffe. Und die Intensität der Wirkung erstaunt Wissenschaftlicher seit Jahrzehnten, ohne dass sie dafür eine im klassischen Sinne „wissenschaftlich stichhaltige“ Erklärung gefunden haben. Denn spannenderweise scheinen Placebos selbst dann zu wirken, wenn man weiß, dass es Zucker ist. Der herablassende Einwand früher klinischer Forscher, dass Placebos nur bei „leichtgläubigen“ Patienten wirken, ließ sich nicht halten. Allein die Aufmerksamkeit auf ein Problem oder die Hoffnung, dass irgend etwas wirken könnte, lässt Wirkung häufig wahr werden*. Und das lässt sich durch moderne bildgebende Verfahren manchmal sogar neurologisch feststellen.

Und vielleicht ist es ja genauso mit unseren Symbolen oder Orten für Glück. Allein der kurze Gedanke und die Geste an eine Statue lässt mich für ein Sekunde innehalten, über Glück nachdenken und vielleicht sogar nach Anzeichen Ausschau halten. Schaden kann es ja nicht… Und sobald ich nach Glück Ausschau halte, sehe ich manche Dinge einfacher, die mir sonst vielleicht entgangen wären. Ein Lächeln, ein Sonnenstrahl, eine schöne Blume, ein gutes Essen. Und je positiver ich etwas sehe, umso glücklicher sehe ich aus — was Andere meist wahrnehmen und (zumindest unterbewusst) widerspiegeln. Vielleicht hilft das „Schnauze-Reiben“ ja doch ein bisschen… haben Sie es schon einmal ausprobiert?

 

* siehe z.B. Cure (deutsch: Heilung von Innen) von Jo Marchant


Warum eine "Purpose Plattform"?

Jedes Unternehmen hat seine eigene Gründungsgeschichte. Bei zentor bewegt uns der Ansporn, möglichst viele Menschen beim Streben nach Glück zu begleiten und damit unsere Gesellschaft nachhaltiger zu entwickeln.

Ein Manifest

In den entwickelten Ländern leben wir in einer Gesellschaft, der es physisch an fast nichts mehr mangelt.
Ja, die Schere zwischen sehr arm und sehr reich geht weiter auseinander, aber der Anteil derer, die wirklich in Armut leben, sinkt seit Jahrzehnten. Unsere Lebenserwartung steigt exponentiell, gesunde Ernährung ist immer leichter zu bekommen, kostenlose Bildungsangebote steigen, die medizinische Entwicklung heilt ehemals unheilbare Krankheiten, und neue Technologien geben uns Möglichkeiten, die noch vor 20 Jahren unmöglich schienen.

Warum also leben wir in einer Welt, die sich anscheinend selbst zerstört? 

Das größte Risiko unserer Gesellschaft sind wir selbst, z.B. anthropogener Klimawandel, Brexit durch Bürgerentscheid und demokratisch gewählte menschenverachtende Populisten. Wir sehen Kriegsschürer die bejubelt werden, Gesellschaften die sich selbst spalten und viele Individuen, die um ihre psychische Gesundheit ringen. Welches Bild liefern wir für unsere Kinder und weniger entwickelte Länder ab, wenn die höchste Stufe unsere Evolution in Chaos und Selbstvernichtung endet?

Wir wissen zwar wie wir unseren Körper gesund zu halten, aber wir wissen anscheinend nicht wie wir glücklich werden — als Individuum oder als Gesellschaft. Wie viele von uns streben nach Status, Geld und Konsum, und hoffen am Ende des Regenbogens Glück zu finden? Oder sind überzeugt, dass genug Geld es uns ermöglicht, später dann Erfüllung suchen zu können...

Erfüllung wartet nicht am Ende des Regenbogens

Von den alten Philosophen bis hin zu moderner Forschung der positiven Psychologie können wir die wesentlichen Gründe für Erfüllung ableiten:

  • Tieferer Sinn im Leben (Purpose)
  • Begeisterung für spezielle Themen
  • Verbundenheit mit & Wertschätzung von anderen Menschen

Wir bei zentor sind davon überzeugt, dass die Menschheit im Kern nicht danach strebt, auf Kosten anderer glücklich zu werden, sondern mit anderen. Warum tun wir uns also so schwer damit?
Einerseits wissen viele von uns nicht, wie wir unseren individuellen Weg zum Glück finden sollen, andererseits macht unser innerer Schweinehund jede Veränderung schwer.
Mit zentor setzen wir an beiden Themen an:

  • Mit wissenschaftlich fundierter und technologisch unterstützter Inspiration, um die individuelle Suche nach Erfüllung zu begleiten
  • Mit einer Purpose Plattform, die es leicht macht, Inspiration in Projekte zu übersetzen und gemeinsam mit Anderen zu verwirklichen.

Natürlich lässt sich Erfüllung nicht auf einem Silbertablett servieren und eine nachhaltige Gesellschaft entwickelt sich nicht von selbst. Nur mit Engagement und Geduld können wir Wege dorthin erkunden. Auch ist Erfüllung kein Zustand, sondern die Summe vieler freudiger Momente im Leben und ständig im Wandel. Es gibt keinen nachhaltigen Glücksschalter, den wir bequem von der Couch aus anschalten können. Aber die Glücksforschung liefert Ansätze, die ein Streben nach Glück einfacher machen — und gemeinsam mit anderen ist die Suche weniger beschwerlich und ein Wandel in der Gesellschaft möglich.

Ist das Ganze denn die Mühe wert? Wir glauben, dass es keine Alternative gibt, wenn wir unsere Gesellschaft nachhaltiger entwicklen wollen. Und ein guter Mentor auf dem Weg kann den Unterschied ausmachen ...

Wir sind zentor — der Mentor für das Streben nach Glück


5 Schritte für die Sache mit dem Glück

Stairway to heaven? vielleicht nicht ganz. Aber man kann ja mal schrittweise darüber nachdenken, was noch besser laufen könnte und wie das mit Glück oder “Erfüllung” im Leben zusammenhängt. Für Menschen die offen sind für Neues, auf der Suche nach dem nächsten “Ding” oder auch nur neugierig, was es sonst noch alles da draußen gibt.

A bissl wos geht oiwei

Irgendwie ist es doch verhext: Egal wie gut es mir geht, irgendwie bin ich immer überzeugt davon, dass es doch noch besser gehen könnte. Ich hoffe es geht Ihnen nicht so.
Leider ist unser Gehirn evolutionär darauf getrimmt, dass wir uns vergleichen — und zwar meist mit denen, bei denen alles rosig aussieht (danke Werbung, danke Social Media!). Klar kennen wir Photoshop und Fake News, wissen, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen und dass das Gras auf der anderen Seite nur grüner erscheint. Aber das schützt uns nicht davor, dass wir uns gelegentlich über das Missgeschick in der scheinbar perfekten Welt Anderer freuen — und uns anschließend über unsere Schadenfreude schämen... ein bisschen zumindest.

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Damit wir uns nicht missverstehen: Ich hatte das Glück in einem ‘privilegierten Umfeld’ aufzuwachsen (sprich Mittelstand in Süddeutschland), habe eine wunderbare Familie, bin gesund, realisiere mir gerade einen beruflichen Traum und genieße das Leben — oder wie wir in Bayern sagen: Mia geht’s sauguad! Aber irgendwo gibt es trotzdem eine kleine nervige Stimme, die mir einreden will, dass es vielleicht noch besser ginge.

Gute Besserung

Und wenn ich mich in meinem Umfeld umhöre, scheinen viele diese kleine Stimme zu kennen — insbesondere in “Übergangsphasen”, die entweder von außen (neuer Job, Ort, Partner, Kinder, Ruhestand, etc.) oder durch uns selbst ausgelöst werden.
Erstaunlicherweise gibt es eine Reihe von richtig guten Ansätzen, die den Meisten von uns ein noch erfüllenderes Leben ermöglichen könnten — wenn Sie denn erklärt oder praktiziert würden, was leider selten passiert. Der Schlüssel dazu sind wissenschaftliche Erkenntnisse aus der positiven Psychologie und Nachbardisziplinen rund um das Thema Glück und erfüllendes Leben. Nachdem ich in einem anderen Artikel schon über das theoretische Fundament der Ansätze geschrieben habe, geht es in diesem Artikel um die Praxis.


Praktisch gesehen

Wie für die Theorie (siehe den erwähnten Artikel) gibt es auch für die Praxis viele verschiedene Modelle, die darauf abzielen zu einem erfüllenderen Leben zu führen oder Lebensqualität zu erhöhen. Einige befassen sich mit der Identität einer Person (angelehnt an Persönlichkeitskonstrukte wie die Big 5), andere mit den Stärken (z.B. signature strengthsstrengths finder) und wieder andere mit Prozessschritten (z.B. Designing your Life). Ohne diese Ansätze werten zu wollen, fehlt mir in jedem mindestens ein wesentlicher Aspekt, daher versuche ich mich hier an einem kombinierten Ansatz für die Praxis. Dieser basiert auf fünf Schritten und muss natürlich eine griffige Abkürzung haben, sonst zählt er ja nicht als echter Ansatz:

zentor REFINE Ansatz
  • Rekapitulieren: Innehalten und darüber nachdenken, was uns glücklich macht, was unsere Stärken & Werte sind, woraus wir Motivation beziehen.
  • Explorieren: Erkunden, wie Andere ihr Glück oder ihre Lebensfreude gefunden haben und was die Forschung zu dem Thema zu sagen hat.
  • Finden & Testen: Ideen entwickeln und ausprobieren — für tieferen Sinn, die eigene Motivation und die Rückbestätigung von Anderen.
  • Integrieren: Die vielversprechendste Idee in unseren Alltag integrieren.
  • Engagieren: Andere inspirieren und einen Beitrag zur Gesellschaft leisten.

Je nach Lebenssituation und Gemütslage sind einzelne Schritte mehr oder weniger relevant — für die “großen” Fragen im Leben, macht es allerdings Sinn im Modell vorne anzufangen.


Wo anfangen?

Zu jedem dieser Schritte lassen sich Bücher füllen — etwas pragmatischer führen wir durch Theorie & Praxis bei unserer Purpose Plattform zentor. Hier finden Sie Inspiration, Gelegenheit Neues auszuprobieren und auf die jeweilige Persönlichkeit abgestimmte Empfehlungen.
Wie wäre es denn z.B. mit einem 400qm Hobbyraum und kompletter Ausrüstung zum Schreinern, Basteln, Schweißen für alle handwerklich Interessierte? Münchner Start-up Mentoring für die, die ihre Erfahrung gern teilen? Innovations-Ideen für Tüftler, die gern die Zukunft mitgestalten? Ein einfacher Einstieg ins Ehrenamt für Menschen, die sich gern für Andere engagieren?

In guter Gesellschaft

Wir verstehen zentor als eine Art Mentor für Menschen mit Anspruch, die offen sind für Neues, auf der Suche nach Ihrem nächsten “Ding” oder auch nur neugierig, was das Leben noch zu bieten hat. Unser Anspruch ist es, nicht nur jedem einzelnen Inspiration zu mehr Lebensfreude und Glück zu liefern, sondern auch einen Teil zu einer positiveren Gesellschaft beitragen. Denn je besser wir uns fühlen, umso offener und optimistischer sehen wir unser Umfeld — und das ist ansteckend. Und umso zufriedener wir in unserem Umfeld sind, umso weniger suchen wir den negativen Vergleich mit anderen.

Ihr Interesse geweckt? Ich freue mich über Ihre Kommentare und Anmerkungen oder Feedback.