Glücksgriffe

Symbole und Orte des Glücks — mit Tipps für München

Symbole für Glück und Unglück gibt es seit hunderten, manche sogar seit tausenden von Jahren. Kleeblätter, Kaminkehrer, schwarze Katzen von links, zerbrochene Spiegel…

Die Deutung der Symbole als Glück oder Unglück hat dabei oft nachvollziehbare Hintergründe. Im Falle des zerbrochenen Spiegels gibt es z.B. die Theorie, dass die Herstellung der Spiegel früher sehr aufwendig und teuer war, und ein Zerbrechen sehr sprichwörtlich sehr unglücklich war. Etwas mystischer klingt die Theorien, dass man im römischen Reich annahm, der Spiegel fange einen Teil der Seele ein, die beim Zerbrechen vernichtet wurde.

Neben Gegenständen gibt es auch viele Orte, die symbolisch dem Glück zugeordnet werden. Einige davon findet man natürlich auch in München, zentor’s „Heimatstadt“. Und all eingefleischter Münchner sollte man zumindest die wichtigsten kennen. Hier ein kurzer Überblick:

Magische Orte für Glück gibt es auf der ganzen Welt, entstanden durch Mythen, Geschichten mit wahrem Wurzeln oder durch Aberglauben. Ob man durch das Reiben an irgendwelchen Statuen seinem Glück tatsächlich näher kommt, scheint schwer nachvollziehbar.

Andererseits wirken Placebos auch — Zuckerpillen ohne medizinische Wirkstoffe. Und die Intensität der Wirkung erstaunt Wissenschaftlicher seit Jahrzehnten, ohne dass sie dafür eine im klassischen Sinne „wissenschaftlich stichhaltige“ Erklärung gefunden haben. Denn spannenderweise scheinen Placebos selbst dann zu wirken, wenn man weiß, dass es Zucker ist. Der herablassende Einwand früher klinischer Forscher, dass Placebos nur bei „leichtgläubigen“ Patienten wirken, ließ sich nicht halten. Allein die Aufmerksamkeit auf ein Problem oder die Hoffnung, dass irgend etwas wirken könnte, lässt Wirkung häufig wahr werden*. Und das lässt sich durch moderne bildgebende Verfahren manchmal sogar neurologisch feststellen.

Und vielleicht ist es ja genauso mit unseren Symbolen oder Orten für Glück. Allein der kurze Gedanke und die Geste an eine Statue lässt mich für ein Sekunde innehalten, über Glück nachdenken und vielleicht sogar nach Anzeichen Ausschau halten. Schaden kann es ja nicht… Und sobald ich nach Glück Ausschau halte, sehe ich manche Dinge einfacher, die mir sonst vielleicht entgangen wären. Ein Lächeln, ein Sonnenstrahl, eine schöne Blume, ein gutes Essen. Und je positiver ich etwas sehe, umso glücklicher sehe ich aus — was Andere meist wahrnehmen und (zumindest unterbewusst) widerspiegeln. Vielleicht hilft das „Schnauze-Reiben“ ja doch ein bisschen… haben Sie es schon einmal ausprobiert?

 

* siehe z.B. Cure (deutsch: Heilung von Innen) von Jo Marchant